Der nördliche Teil von Guatemala (Petén) gehört zur flachwelligen Kalktafel der Halbinsel Yucatan und ist zum grössten Teil von tropischen Regenwald bedeckt. Der südliche Teil wird in West-Ost-Richtung von Gebirgsketten der zentralamerikanischen Kordilleren durchzogen, von denen die nördlichen in den Altos Chuchumatanes 3786 Meter erreichen. Die südlich anschliessende Sierra Madre ist ein Hochland, überragt von 33 Vulkanen (Tajumulcu 4220 m), dazwischen landschaftlich reizvolle Seen (z.b. der Atitlán-See).
Das schmale pazifische Küstentiefland mit vulkanischen Böden ist durch zahlreiche Flüsse und reiche Niederschläge gut bewässert.
Im Osten, zwischen Belize und Honduras, hat Guatemala einen kleinen Anteil am karibischen Küstentiefland.
Hauptflüsse sind Usumacinta (zum Golf von Mexiko) und Motagua (zum Karibischen Meer). Von den Vulkanen sind mehrere noch aktiv, starke Erdbeben haben im Land mehrfach schwerste Zerstörungen verursacht.
Die Temperaturen des tropischen Klimas (Jahresmittel im Tiefland 25 bis 30 °C) sind in den Höhen gemässigt, die Regenzeit liegt zwischen Mai und November.
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Prüfung von Dokumenten zum Bürgerkrieg in Guatemala
In den nächsten Monaten soll eine Regierungskommission in Guatemala Bürgerkriegsdokumente der Streitkräfte über den guatemaltekischen Bürgerkrieg sichten und für die Öffentlichkeit freigeben. Präsident Alvaro Colom meinte hierzu, dass diese Unterlagen Aufschluss über Folter und andere Verbrechen können.. Er sagte am Dienstag, dass Guatemala nicht mehr im Krieg sei und es daher keinen Grund gäbe, etwas zu verbergen. Die Kommission besteht aus 5 Mitgliedern und wird ihre Arbeit nächste Woche aufnehmen.
Im Jahr 1999 erklärte eine Wahrheitskommission der Vereinten Nationen, das Gräueltaten im Bürgerkrieg zu 90 % von Paramilitärs sowie ehemaligen Soldaten begangen wurden. In den Bürgerkriegsauseinandersetzungen von 1960 bis 1996 kamen mehr als 200.000 Menschen ums Leben, die meisten Opfer waren Maya-Indianer. Bisher wurde die Aufklärung von Gräueltaten durch das Militär erschwert, die Dokumente unter Verschluss hielten. Ein Sprecher des Militärs sagte jetzt jedoch, dass man den Anordnungen von Colom nachkommen werde. Die Menschenrechtsgruppe Myrna Mack Foundation weist aber daraufhin, dass Staatschef Colom bereits im Jahr 2008 eine Bürgerkriegskommission angekündigt hat, die jedoch nie gebildet wurde.