Argentinien ist flächenmäßig nach Brasilien das zweitgrößte Land Südamerikas. Es erstreckt sich mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von rund 3.700 km an der Südostküste des Kontinents und wird im Osten durch den Atlantik und im Westen durch die Anden begrenzt. Die Hauptstadt Buenos Aires ist gleichzeitig auch das wirtschaftliche, kulturelle und politische Zentrum der Republik. Mehr als ein Viertel aller Argentinier leben in der Metropolregion um die Geburtsstadt des Tangos.
Eine Reise nach Argentinien sollte gut geplant sein, denn es gibt unendlich viel zu sehen und zu erleben. Durch die enorme „Länge“ des Landes sind nahezu alle möglichen Klima- und Vegetationszonen vertreten, die verschiedenen Landschaften könnten unterschiedlicher kaum sein. So ist der Nordosten tropisch und beheimatet die Iguazú-Wasserfälle, die zu den größten der Welt zählen, wohingegen der zentrale Norden aus einer heißen Trockensavanne besteht. Auf einer Reise gen Süden passiert man zunächst feuchte Sumpfgebiete in der Region Mesopotamien. Rund um Buenos Aires erstrecken sich in der Region namens Pampa weite Grasebenen, die spaßhaft als „größte Kuhweide der Welt“ bezeichnet werden, da dort das berühmte argentinische Rind gezüchtet wird. Auf diese sehr fruchtbare Gegend folgt das Mittelgebirge Sierras Pampeanas und das südlichste Viertel wird von der Region Patagonien eingenommen. Letztere ist sehr dünn besiedelt, was vorrangig an dem rauen Klima mit starken Winden liegen dürfte. Der gesamte Westen Argentiniens ist von den Anden geprägt, einem der größten Gebirgszüge der Welt.
Wer von seiner Reise nach Argentinien erwartet, eine fremde Kultur kennenzulernen, wird sich wundern. Dank der vielen europäischen Einwanderer gibt es kaum einen Unterschied zur „alten Welt“, Buenos Aires beispielsweise wird auch „Paris Südamerikas“ genannt. Zwei Besonderheiten finden jedoch den Weg in alle Reiseberichte: der Tango und das Steak. Ersterer wird in jeder Kneipe und oft genug auch auf den Straßen gespielt und getanzt, letzteres ist als das beste seiner Art weltweit bekannt. Generell ist das Essen in Argentinien sehr gut, dank der vielen verschiedenen Herkunftsländer der Bewohner sehr vielfältig und an europäischen Standards gemessen sehr günstig. Ein schönes Erlebnis ist das rituelle Mate-Tee-Trinken, bei dem der landestypische, koffeinhaltige Tee in einem ausgehöhlten halben Kürbis reihum gereicht wird.
18. November 2009
Argentinien
11. Mai 2009
Venezuela - Geographie und Klima
Venezuela Geographie: Die beiden Ausläufer der Ostkordillere aus Kolumbien, die nach Norden ziehende Sierra de Perija (bis 3.750 m Höhe) und die sich nach Nordosten erstreckende Kordillere von Merida (Pico Bolivar 5.002 m) umrahmen mit dem nördlich vorgelagerten Bergland von Coro (bis 1.500 m Höhe) im Nodwesten das tiefland von Maracaibo. Die Kordillere von Merida setzt sich östlich von Barquisimeto küstenparallel im Karibischen Gebirge (bis 2.765 m Höhe) fort.
Das Orinoco-Tiefland mit den Llanos (rund ein Drittel der Gesamtfläche von Venezuela), im Kernraum eine von Galeriewäldern durchzogene Feuchtsavanne, die im Norden gegen das Karibische Gebirge von Trockenwald, nach Westen gegen die Anden von laubabwerfenden Feuchtwäldern abgelöst und überwiegend durch extensive Weidewirtschaft genutzt wird, ist besonders im Mündungsbereich der westlichen Orinoco-Nebenflüsse zur Regenzeit weitflächig überschwemmt.
Südlich des Orinoco erstreckt sich das Bergland von Guayana, das grösstenteils aus einem Granit-Grundgebirge mit stark abgetragenen tafelbergartigen Sandsteindecken besteht und im Roraima 2810 m Höhe erreicht.
Im äussersten Süden hat Venezuela noch Anteil am Amazonas-Tiefland.
Der Hauptstrom im Land ist der Orinoce, das grösste Binnengewässer der Valenciasee.
Venezuela Klima: Das Klima ist tropisch-wechselfeucht, in den Gebirgen entspricht es der Höhenstufung. Der äusserste Nordwesten ist trocken (jährliche Niederschläge auf der Halbinsel Paraguana 250 mm). Die sommerliche Regenzeit bringt hohe Niederschläge besonders an den gebirgshängen (Merida 1.744 mm) und im Bergland von Guayana (mehr als 3.000 mm). In den Llanos nimmt die Niederschlagsmenge von Osten (Ciudad Bolivar 1.026 mm) nach Westen (Barinas, 1.863 mm) zu.
10. Mai 2009
Trinidad und Tobago
Der Staat Trinidad und Tobago besteht aus den beiden Inseln Trinidad sowie Tobago.
Trinidad wird von drei etwa in Ost-West-Richtung streichenden Gebirgsketten durchzogen. Die nördliche Kette, geologisch eine Fortsetzung des festländischen Gebirgssystems, erreicht im Cerro Aripo 940 Mter. In der mittleren und der südlichen Kette werden 300 Meter Höhe kaum überschritten. Die nördliche Kette und die Ostseite der Insel sind von tropischen Regenwald bedeckt, sonst herrschen Savannen und Kulturland vor. Der Süden ist reich an Erdöl, im südwesten be La Brea liegt der Asphaltsee “Pitch Lake”.
Tobago wird von einem dichten, immergrünen Regen- und Bergwald bedeckten Gebirge (bis 571 m Höhe) durchzogen, das sich nach Südwesten zu einer Korallenkalk-Ebene abflacht.
Das Klima auf Trinidad und Tobago ist tropisch heiss, feucht und wird durch Winde vom Meer gemässigt. Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 25 °C, die Niederschläge (1.600 bis 2.300 mm jährlich) nehemen von Osten nach Westen ab. Die Trockenzeiten liegen zwischen Januar und Mai sowie im Oktober.
Suriname
Der grösste Teil des Landes Suriname gehört zum Bergland von Guayana, hier ist es wellig bis hügelig (600 bis 1.200 m Höhe) mit niedrigen Gebirgszügen (der höchste Punkt wird mit 1.280 m im Südwesten von Suriname erreicht). Nach Norden schliessen sich ein sanftwelliger, 35 bis 100 Kilomter breiter Savannengürtel und die rund 50 Kilometer breite, flache sumpfige Küstenebene an.
Das Klima in Suriname ist tropisch mit hoher Luftfeuchtigkeit, Niederschlägen von 1.500 bis 2.500 mm jährlich und mittleren Jahrestemperaturen von 27 °C.
30. April 2009
Paraguay
Paraguay ist ein südamerikanischer Binnenstaat, der vollständig von Argentinien, Bolivien und Brasilien umgeben ist. Das Land wird durch den Rio Paraguay in zwei sehr unterschiedliche Regionen geteilt. Der grössere westliche Teil von Paraguay gehört landschaftlich zum Gran Chaco, einer grossen ebene (100 bis 400 m Höhe) mit Trockenwald und Dornbuschsavannen. Der östliche Teil, im Süden und Osten vom Parana begrenzt, ist ein welliges, rund 200 m hohes Hügel- und Tafelland mit reichen subtropischen Regenwald, das im Norden vom Amambay-Plateau (bis 700 m höhe) und im Süden von der Cordillera de Caagunen (bis 680 m Höhe) schroff zum fruchtbaren, von einzelnen kuppigen Höhenrücken durchzogenen Tiefland des Paraguay abfällt. Im Winkel zwischen Paraguay und Parana, die mit ihren vielen Nebenflüssen das Land entwässert, befinden sich ausgedehnte Sumpfgebiete.
Paraguay Klima: Das vorwiegend subtropische Klima bringt von Westen nach Osten zunehmende Niederschläge. Der Chaco ist vergleichsweise trocken (500 - 800 mm Nierderschlag pro Jahr), am Paraguay fallen jährlich 1000 - 1300 mm, an der östlichen Landesgrenze bis zu 2000 mm.
26. April 2009
Guyana - Geographie und Klima
Die Berg- und Hügellandschaften im Landesinneren sind Teile des Berglandes von Guayana, sie erreichen im Süden und Südwesten 900 bis 1300 Meter Höhe, im Roraima (auf der grenze zu Venezuela) 2772 Meter. Im Osten und Norden ist es flacher. Die bis zu 70 Kilometer breite Küstenebene, meist Schwemmland, bis 1,5 Meter unter dem Flutspiegel des Meeres gelegen und durch Deiche geschützt, ist das Hauptanbau- und -siedlungsgebiet von Guyana. Hauptfluss ist der Essequibo.
Das Klima ist tropisch mit hohen Temperaturen und zwei Regenzeiten (um Juni und Dezember). Rund 73 % der Landesfläche sind von Regenwald bedeckt, im Landesinneren gibt es Grassavannen.
Weitere Informationen: Guyana Klima
10. April 2009
Ecuador - Geographie und Klima
Das Festland von Ecuador gliedert sich in drei Naturregionen: das westliche Tiefland entlang der Küste des Pazifik (Costa, 24 % der Landesfläche), 50 bis 150 km breit, von einem Küstengebirge (bis 1800 Meter hoch) durchzogen, ist im Norden tropisch heiss und feucht, wird nach Süden durch Einwirkung des kühlen Humboldtstroms immer trockener.
Nach Osten schliesst sich die 150 bis 200 km breite Andenregion (Sierra, 25 % der Landesfläche) an, zwei Parrllelketten, 3000 bis 6000 Meter hoch (in der Westkette ist der höchste Punkt der Chimbrazo, 6310 m, in der Ostkette der Cotopaxi, 5897 m), stellenweise auf 50 km aneinandergerückt, mit vielen, zum Teil noch tätigen Vulkanen. Zwischen beiden Ketten ist das Hochland in viele Becken (Cuencas, mittlere Höhe 2200 bis 2900 m) geteilt. Die Aussenhänge der Kordilleren (mit ergiebigen Niederschlägen) tragen tropischen Berg- und Nebelwald. Die becken (mit geringeren Niederschlägen) sind seit Jahrhunderten Anbaugebiete.
Das feuchtheisse östliche Tiefland (Oriente) ist ein von dichten tropischen Regenwäldern bedecktes Niederungsland, nur von geringen Erhebungen durchzogen und kaum erschlossen.
Weiere Informationen:
7. April 2009
Peru - Geographie und Klima
Peru gliedert sich in drei Grosslandschaften. Das 2300 km lange, 50 - 140 km breite Küstenland (Costa, rund 11 % der Gesamtfläche, 50 % der Bevölkerung) besteht im Osten überwiegend aus älteren Gesteinen, im Westen aus mesozoischen und jüngeren Sandsteinen, Kalken und Granitintrusionen, die Härtlingszüge und die Hauptgipfel bilden. Die westkordillere, die die Wasserscheide zwischen Pazifik und Atlantik bildet, steigt unmittelbar aus dem Küstenland auf und trägt die höchsten Berge der tropischen Kordilleren (im Norden Huascaran 6768 m, im Süden Coropuna 6613 m).
Sierra: Die Ostkordillere gliedert sich in eine Reihe kulissenartig angeordnete Bergzüge, die von vielen wasserreichen in tiefen schluchtartigen Tälern nach Osten zum Amazonastiefland durchbrochen werden. Bei Cerro de Pasco treten West- und Ostkordillere eng zusammen und bilden die wichtigste Wasserscheide von Peru. (Huallaga, Mantaro, Maranon). Nördlich davon sind die Kordillerenzüge durch das Längstal des Maranon getrennt, im Süden durch eine Hochfläche (Puna, 3000 - 4500 m) und ein abflussloses Becken mit dem Titicacasee (3810 m Höhe), von dem etwa 5000 km² zu PEru gehören. Hochgebirgstäler und Hochflächen sind dicht besiedelt, an den steilen Hängen finden sich aus der Inka-Zeit stammende, zum Teil noch genutzte Ackerbauterrassen.
Noch Osten schliesst sich an die Sierra das tropisch-heisse Waldland (63 % der Gesamtfläche, 9 % der Bevölkerung von Peru) mit Regenwäldern an, die sich als Nebelwald bis in über 3500 m Höhe an den Gebirgsflanken hinaufziehen (Monatana), in den Tälern von einzelnen Savanneninseln durchsetzt sind und im Amazonasbecken weite, noch grossteils unerschlossene Ebenen (Selva) bedecken.
Weitere Informationen: Peru Geographie und Landkarte
Das tropische Klima wird in der Küstenzone durch den kalten Humboldtstrom beeinflusst, im Gebirgsland durch die Höhengliederung. Ackerbau ist bis in Höhen um 4000 m möglich, die Schneegrenze liegt bei 5000 m. an der Küste fallen weniger als 50 mm, im Hochland 600 bis 1000 mm, im Waldland bis 3000 mm Niederschläge.
Weitere Informationen: Peru Klima und beste Reisezeit
30. März 2009
Uruguay - Geographie und Klima
Geographie: Uruguay ist grösstenteils ein flachwelliges Hügelland (um 100 bis 150 Meter über dem Meeresspiegel). Den südlichen und südöstlichen Teil nimmt eine kristalline Rumpffläche (Fortsetzung des Brasilianischen Berglands) ein. Sie wird in nordöstlicher Richtung von einzelnen rundbuckeligen Höhenrücken (Cuchillas) durchzogen. Die höchste Erhebung in Uruguay ist die Sierra de las Animas im Südosten mit 501 Metern.
Nach Norden schliesst sich ein Schichtstufenland an aus mesozoischen Sandsteintafeln mit ausgedehnten Decken aus vulkanischem Gestein. Die Atlantikküste ist eine Ausgleichsküste mit Nehrungen, Dünen und Haffseen. Am Rio de la Plata und am Unterlauf des Rio Uruguay, der die Westgrenze des Landes bildet, greift die Lössebene der Pampa in einem 100 bis 120 km breitem Streifen auf Uruguay über. Hauptstrom ist der Rio Negro, der aus Südbrasilien kommt und in den unteren Rio Uruguay mündet.
Klima: Das warmgemässigte Klima hat stark schwankende, zum Teil subtropische Sommertemperaturen (besonders im Nordwesten), die jährlichen Niederschlagsmengen (mit zum Teil grossen Unterschieden von Jahr zu Jahr) nehmen von Süden nach Norden zu.
19. März 2009
Brasilien - Exkommunikation nach Abtreibung
Rio de Janeiro - Die katholische Kirche am hat am Donnerstag die Mutter eines 9-jährigen Mädchen, die eine Abtreibung nach der Vergewaltigung von ihrem Stiefvater hatte, exkommuniziert. Der brasilianische Erzbischof Jose Gomes Sobrinho exkommunizierte auch die Ärzte, die ihre Schwangerschaft mit Zwillingen abbrachen.
Abtreibung ist im überwiegend katholischen Brasilien illegal, jedoch räumt das Gesetz Ausnahmen ein, so in Fällen von Vergewaltigung und Schwangerschaften, die das Leben der Mutter gefährden.
Laut dem Leiter der römisch-katholischen Erzdiözese von Olinda und Recife im Nordosten Brasiliens, haben sich alle Personen, die mit der Beendigung der Schwangerschaft am Mittwoch zu tun hatten, “ein schweres Verbrechen,” begangen, dem “Mord an zwei unschuldigen Leben.”
Gomes Sobrinho, der zu konservativen Kreisen in der brasilianischen römisch-katholischen Kirche gehört, sagte, dass die Exkommunizierten keine Sakramente mehr empfangen können, auch wenn sie vielleicht doch noch vermeiden können, in die Hölle zu kommen. „Christen können Absolution erlangen, wenn sie wirklich bereuen und um Vergebung bitten”, sagte er.
Dr. Sergio Cabral, Direktor des Amaury de Medeiros Integrated Health Center, wo die Abtreibung durchgeführt wurde, lehnte es ab, die Entscheidung des Erzbischofs zu kommentieren und sagte nur, dass die Klinik “ihre Pflicht zur Unterstützung einer armen Familie im Rahmen der Legalität” getan habe.
Cabral meinte, dass die Schwangerschaft in der 15. Woche eine ernste Gefahr für das Leben des jungen Mädchen war. Sie ist nur 1,33 Meter groß und wiegt 36 Kilogramm.
Die Erzdiözese erklärte, sie verzichtet auf eine Klage gegen die Mutter des Mädchens. Diese Entscheidung wurde Berichten zufolge aufgrund der Tatsache getroffen, dass Anwälte es für unwahrscheinlich halten, dass eine solche Klage Erfolg hätte.
Die Staatsanwaltschaft sagte, ihr Personal habe den Fall verfolgt, sie jedoch keinen Grund zur Intervention sah, da das brasilianische Recht Abtreibungen für die Opfer von Vergewaltigung erlaubt, ohne dass eine ausdrücklichen Genehmigung durch das Gericht vorliegt.
Das Mädchen, dessen Identität nicht öffentlich gemacht wurde, hat sich gut erholt, und die Ärzte hoffen, sie kann das Krankenhaus bald verlassen.
Der Stiefvater, 23, gestand die Vergewaltigung und wurde in der vergangenen Woche in Recife, der Hauptstadt des Staates Pernambuco inhaftiert. Laut Polizei wurde das Mädchen sexuell missbraucht, seit sie 6 Jahre alt war.
15. März 2009
Klima in Argentinien
Die Nord-Süd-Ausdehnung Argentiniens ist etwa mit der Entfernung zwischen Kreta und dem Nordkap zu vergleichen. Auch die Höhenunterschiede sind in Argentinien enorm. Der tiefste Punkt befindet sich an der Küste zum Atlantischen Ozean im Osten des Landes, am höchsten Punkt in den Anden an der Grenze zu Chile werden fast 7000 Meter erreicht.
Durch diese Unterschiede in Topographie und Lage ist es nicht verwunderlich, dass in Argentinien zahlreiche unterschiedliche Klimate herrschen. Im Land gibt es sowohl Regionen mit randtropischen als auch mit polaren Klima, der überwiegende Teil befindet sich jedoch im Bereich eines gemässigten Klimas.
Der randtropische Norden von Argentinien ist durch geringe jährliche Temperaturunterschiede gekennzeichnet, die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 23 °C. Weiter südlich, in der gemässigten Klimazone sind die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen grösser, beispielsweise ist es in Buenos Aires im Winter bei 10 bis 12°C kühl, im sommer bei 22 bis 24 °C warm. Im Winter kann es in der Hauptstadt auch zu nächtlichem Frost kommen.
Nach Süden nimmt die mittlere Jahrestemperatur weiter ab, sie beträgt in Feuerland nur noch 5 °C.
In West-Ost-Richtung steigen die Temperaturen zunächst an um dann bei steigender Höhe in den Anden schnell abzusinken.
Die Niederschläge in Argentinien sind ebenfalls durch ein Nord-Süd-Gefälle gekennzeichnet, sie nehmen von Norden nach Süden ab. Während in der Provinz Misiones jährlich etwa 1800 mm Niederschlag fallen, sind es in Buenos Aires noch 950 mm. Der südliche Landesteil (Patagonien, Feuerland) empfängt durchschnittlich nur noch 200 mm pro Jahr. Der grösste Teil Argentinien (etwa zwei Drittel) befindet sich im Regenschatten Der anden und ist damit relativ trocken.
Der Grossteil des Niederschlags fällt im Sommer, Ausnahmen sind der extreme Süden und der Nordosten Argentiniens, wo die Niederschläge relativ gleichmässig über das ganze Jahr verteilt sind.
Weitere Informationen: Klima und beste Reisezeit in Argentinien
5. März 2009
Venezuela: Chavez verstaatlicht amerikanische Reisfabrik
Der Staatschef von Venezuela, Hugo Chávez hat die Enteignung einer zum US-amerikanischen Lebensmittelunternehmen Cargill gehörende Reisfabrik angeordnet. Chavez sagte hierzu auf einer Kabinettssitzung, dass der Konzern in Venezuela die staatliche Preiskontrolle für Grundnahrungsmittel unterlaufen habe. Zuvor waren schon zwei einheimische Reisfabriken unter staatliche Kontrolle gestellt worden, auch hier lautete der Vorwurf, dass sie zuwenig billigen Reis produzieren.
Seit 2003 unterliegen Grundnahrungsmittel in Venezuela einer Preiskontrolle durch den Staat. In der Vergangenheit wurden in Venezuela unter Chavez bereits die Stahl-, Öl-, Telekommunikations- und Zementunternehmen, Banken sowie die größte Goldmine im Land verstaatlicht.
2. März 2009
Brasilien fordert Milliardenstrafgeld für die USA
Im Streit über nationale Förderungen für die US-amerikanische Baumwollindustrie wird von Brasilien eine Milliardenstrafe gegen die USA angestrebt. Brasiliens Botschafter bei der WTO (World Trade Organisation), Robert Azevedo, forderte nach einem Treffen mit der US-Delegation in Genf eine Strafe von bis zu 2,5 Milliarden Dollar.
Der Baumwollstreit zwischen Brasilien und den USA besteht bereits seit dem Jahr 2002. Im Jahr 2008 gab die WTO einer Klage Brasiliens statt, die besagte, dass brasilianische Baumwollfarmer durch die US-Suventionen für die heimische Baumwollproduktion benachteiligt werden. Die WTO verpflichtete die USA ihrer Subventionsregeln zu ändern.
Nach Ansicht der Regierung Brasiliens hat die USA haben die geforderten Schritte nicht ergriffen. Am 30.April 2009 will die WTO daher über die Strafhöhe gegen die USA entscheiden.
Die Baumwollsubventionen der USA sind für zahlreiche Entwicklungs- und Schwellenländer problematisch, da sie den Marktsituation für Produzenten in ärmeren Länder (vor allem in Afrika) verschlechtern. Globalisierungskritische Organisationen halten die Subventionspolitik der USA ebenfalls für unfair.
1. März 2009
Peru: riesiger fossiler Vogelschädel gefunden
In Peru wurde ein fossiler Schädel eines gigantischen Seevogels gefunden. Der Schädel wurde an der südlichen Küste von Peru gefunden und ist etwa 10 Millionen Jahre alt. Die Gattung der Pelagornithiden, zu denen das Fossil gehört, starb vermutlich vor etwa 3 Millionen Jahren aus.
Der Abteilungsleiter des nationalen peruanischen Geschichtmuseums, Rodolfo Salas, meinte, das gefundene Fossil gehört zu den am besten erhaltenen Schädeln eines Pelagornithiden, die bisher entdeckt wurden. Die Aussmasse des mit spitzen Zähnen besetzten Schädels sind etwa 40 cm und mit dem Unterarm eines Menschen vergleichbar. Die Zähne deuten daraufhin, dass sich der Seevogel von Fischen und Tintenfische ernährte.
Die Flügelspannweite des Vogels betrug bis zu sechs Meter. Die Knochen sind extrem dünn und leicht. Hierdurch wurde die Flugfähigkeit der Riesenvögel unterstützt, dies bedeutet jedoch auch, dass kaum Knochen als Fossilien erhalten blieben. Salas sagte hierzu, dass solche Funde sehr selten und sehr schwer zu finden seien. Fossile Überreste dieser Vögel wurden bisher in Nordafrika, Nordamerika und in der Antarktis entdeckt.
27. Februar 2009
Ecuador / USA: Spannungen über Drogenhandel
In den diplomatischen Beziehungen zwischen den USA und Ecuador treten zunehmend Spannungen auf. Ecuador wies innerhalb eines Monats bereits den zweiten US-Diplomaten aus. Nach Aussagen von Ecuadors Aussenminister Fander Falconi habe sich der Diplomat in “interne Angelegenheiten” des Landes eingemischt. Er bekam 48 Stunden Zeit, um Ecuador zu verlassen.
Der Grund ist wohl ein Konflikt über ein von den USA bezahltes Programm zur Eindämmung des Drogenhandels in Ecuador sein. Bereits am 7. Februar wies Präsident Rafael Correa den ersten US-Diplomaten aus. Die Vorwürfe gegen ihn lauteten, dass er für die ecuadorianischen Polizei den Kommandanten einer Anti-Drogen-Einheit bestimmen wollte.
Das Aussenministerium der USA bezeichnete die erneute Ausweisung eines ihrer Diplomaten als ungerechtfertigt. Zwar wollen die USA angemessen reagieren, aber auch weiterhin mit Ecuador bei der Drogenhandel-Bekämpfung zusammenarbeiten.
Dengue-Fieber in Bolivien
Dengue-Fieber: Notstand in mehreren Regionen Boliviens ausgerufen
aufgrund einer aktuellen Epedemie von Dengue-Fieber hat die Regierung von Bolivien in den Departamentos Pando, Beni, Santa Cruz und Cochabamba den Notstand ausgerufen. Nach Auskunft des Auswärtigen Amts wurden bereits mehr als 20.000 Krankheitsfälle gezählt. Sowohl Geschäfts- als auch Privatreisende in Bolivien sollten sich gegen die übertragenden Stechmücken schützen. Vorbeugende Impfungen gegen das Dengue-Fieber gibt es gegenwärtig nicht.
26. Februar 2009
Chile: Vulkan Chaitan ausgebrochen
Evakuierungen in Chile - Vulkan Chaitén ausgebrochen
Nach neun Monaten relativer Ruhe ist der Vulkan Chaitén im südlichen Chile wieder ausgebrochen. Nach dem letzten Ausbruch im Mai 2008 wurde der Ort Chaiten nur noch von etwa 150 Menschen bewohnt, auch sie mussten nun in Sicherheit gebracht werden.
Im Ort kam Ascheregen nieder, ausserdem waren starke Erdstösse zu spüren und heftiges Rumpeln und Dröhnen im Untergrund zu hören. Der etwa 1.000 m hohe Vulkan spie giftige Dämpfe und Asche aus.
Ursprünglich war der Ort Chaiten von etwa 4000 Menschen bewohnt, die meisten wurden bereits nach dem letzten Ausbruch im Mai 2008 evakuiert. Ausserdem wurden 6000 Menschen aus der ländlichen Umgebung des Vulkans in andere chilenische Landesteile gebracht worden. Damals wurden Häuser, Wälder und Wiesen von einer dicken Ascheschicht bedeckt.
Die chilenischen Behörden gaben an, dass die Region schon nach dem ausbruch 2008 auf lange Sicht unbewohnbar. Die Ortschaft Chaitén soll an einem andereren Ort in Chile neu gegründet werden. Geologische Berechnungen ergaben, dass der Vulkan Chaitén bis 2008 eine Ruhephase von mehreren tausend Jahren hinter sich hatte.